Zur Situation
Home 
Ganges-Gavial 
Aktuelles 
Unterstützung 
Zur Situation 
Galerie 
Link 
Impressum 
Kontakt 
SPENDEN 

 

Wenn nicht sofort reagiert wird, ist es zu spät:
Der Ganges-Gavial steht kurz vor der Ausrottung!


In den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts stand der Ganges-Gavial
(Gavialis gangeticus) bereits schon einmal vor dem Verschwinden: Die illegale Jagd nach Krokodilhäuten, die Verfolgung der großen Krokodile als Fischfresser und damit Nahrungskonkurrenten der Menschen und die Schrumpfung der natürlichen Lebensräume durch menschlichen Einfluss haben den Bestand bis auf wenige 100 Exemplare in Indien, Nepal und angrenzenden Staaten fast völlig verschwinden lassen. Schutzmaßnahmen, die durch lokale Naturschützer eingeleitet wurden und die Unterstützung dieser Maßnahmen durch die finanzielle und organisatorische Hilfe von Naturschutzorganisationen und im Artenschutz engagierten privaten Initiativen ermöglichten ein breit gefächertes Nachzucht – und Wiederauswilderungsprogramm, welches gute Erfolge zeigte und es ermöglichte, den Ganges – Gavial auf der „Roten Liste der bedrohten Arten von „kritisch bedroht“ auf den Status „bedroht“ zurück zu stufen.
Ganges-Gaviale zählen mit bis zu 7 m Gesamtlänge den größten aller noch lebenden 23 – 24 Krokodilarten. Trotz ihrer sehr beachtlichen Ausmaße sind Ganges-Gaviale für den Menschen harmlos – mit ihrer langen, pinzettartigen Schnauze sind Ganges-Gaviale spezialisierte Fischfresser, die sie durch seitliches Schlagen mit dem Kopf erbeuten.
Angriffe auf Menschen sind nicht bekannt geworden. Ganges-Gaviale benötigen tiefe, selbst schnellfließende Flüsse mit ausgedehnten Sandbänken, in denen sie ihre Gelege vergraben können, wobei weibliche Ganges-Gaviale jedes Jahr wieder den gleichen Nistplatz bevorzugen.
Heute stellt sich die Bestandssituation kritischer dar, denn jemals zuvor:
Der illegale Abbau der Sandbänke, die als Ruheplätze und Nistplätze der Gaviale dienen, organisiert durch kriminelle und sogar bewaffnete Banden (Baumaterial ist in Indien angesichts der noch immer herrschenden Bevölkerungsexplosion wertvoll) trägt dazu ebenso bei, wie das Fischen mit Stellnetzen, die Trophäenjagd und die ebenfalls illegale Jagd nach (ebenfalls immer seltener werdende) Schildkröten, die mit langen und hunderten von Angelhaken bewehrten Leinen vorgenommen wird. Dabei schert es die Fischer und Jäger wenig, dass es sich bei einem Großteil der Gebiete um Schutzgebiete handelt – und die Regierungen und Bezirksregierungen in Nepal, Indien, Bangladesh und Bhutan haben nicht die finanziellen Mittel und vielleicht auch (angesichts einer Vielzahl anderer Probleme) nicht den dringlichen politischen Willen, eine Bewachung der Schutzgebiete durch entsprechend ausgerüstete und bezahlte Ranger zu gewährleisten!
Der weltbekannte indische Herpetologe Romulus Whitaker informierte die Teilnehmer der diesjährigen Tagung der IUCN / SSC Crocodile Specialist Group (CSG) in einem geradezu dramatischen Appell über die bedrohliche Situation und stellte fest, dass heute nicht mehr als 220 adulte Ganges-Gaviale heute in freier Wildbahn zu finden sind! Wenn jetzt nicht reagiert wird und der nachhaltige Schutz der Habitate gewährleistet werden kann, dann wird eines der erstaunlichsten und spezialisiertesten Krokodile, das die Evolution in 200 Millionen Jahren hervorgebracht hat, zumindest im Freileben für immer verschwunden sein!
Die CSG forderte zunächst die sofortige Einstufung des Ganges-Gavials als „kritisch bedroht“ in der „Roten Liste“ und unterstützt die „Task Force Gharial“ unter der Leitung von Nikhil Whitaker und Janaki Lenin in ihren Bemühungen um das Sammeln von Daten, Erarbeitung sofortiger nachhaltiger Schutzmassnahmen und Information der lokalen Bevölkerung über die Wichtigkeit der Existenz der langschnauzigen Krokodile für den Lebensraum. Auch der französische Feldbiologe Antoine Cadi, der ähnlich verzweifelt um das Überleben der letzten Ganges-Gaviale in Nepal kämpft, versucht die lokale Dorfbevölkerung in die Artenschutzmassnahmen einzubringen. Ich bitte daher alle Leserinnen und Leser, sich mit einer Geldspende an der Rettung der letzten freilebenden Ganges-Gaviale und besonders ihrer Lebensräume zu beteiligen.
Text: Ralf Sommerlad, CSG

 

1.jpg

2.jpg

3.jpg


Sämtliches Material ist Eigentum der Gharial Conservation Alliance. Das Herunterladen ist verboten!

[Home][Ganges-Gavial][Aktuelles][Unterstützung][Zur Situation][Galerie][Link][Impressum][Kontakt][SPENDEN]

Copyright 2007 Gavial.de. Alle Rechte vorbehalten.